Letzte Aktualisierung dieser Seite: 6.9.2014

Pflege der Darmschleimhaut


Bei Erkrankungen des Darmes, einem schlecht funktionierenden Immunsystem, nach Antibiotika- oder Bestrahlungstherapien oder aber nach besonderen Stresssituationen ist es meist erforderlich, die Darmgesundheit wieder herzustellen. Hierzu gehören neben der Pflege der Darmflora auch die Gesunderhaltung der Darmschleimhaut.

Eine optimale Pflege der Darmschleimhaut erreichen Sie recht einfach durch den Umstieg auf eine naturbelassene Vollwertkost, den weitgehenden Verzicht auf industriell verarbeitete Produkte und Süßes und durch die Reduzierung von Genussmitteln auf ein vernünftiges Maß. Lassen Sie sich für diesen Umstieg genügend Zeit, denn zum einen kann ein kränkliches Verdauungssystem eine abrupte Änderung übel nehmen und mit verstärkten Beschwerden wie Durchfällen und Blähungen reagieren, und zum anderen ändern sich jahrelang eingeschliffene Vorlieben nicht von heute auf morgen. Eine plötzliche Umstellung Ihrer Ernährung würde mit großer Sicherheit aufgrund der auftretenden Beschwerden und der Vergewaltigung Ihrer Gewohnheiten zum Scheitern verurteilt sein.

Mit dem Verzehr von immer mehr vollwertigen Nahrungsmitteln mit ihren rauhen Pflanzenfasern werden die alten, verhornten und abgestorbenen Zellen an der Oberfläche der Darmschleimhaut abgetragen, und die Schleimhaut verjüngt sich. Der Verzicht auf industriell verarbeitete Produkte und Süßes unterstützt die Regeneration der Darmflora, die nun wiederum mit ihren Schutzfunktionen der Darmschleimhaut hilft. Mit der Reduzierung von Genussmitteln und ggf. mit der Entwöhnung vom Rauchen wird die Darmschleimhaut wieder besser durchblutet, weil die zusammenziehende Wirkung des Nikotins auf die Gefäße unterbleibt, und eine optimale Durchblutung die Zellen wieder ausreichend mit Nährstoffen versorgen kann. Trinken Sie ausreichend stille oder kohlensäurearme Mineralwässer, Leitungswasser, Kräuter- oder Früchtetees und ab und an auch verdünnte Fruchtsäfte, damit zum einen die Flüssigkeitsversorgung der Zellen gewährleistet ist und zum anderen die Beschaffenheit des Stuhlganges nicht zu fest wird. Auf diese Weise wird die Arbeit des Darmes erleichtert, der Stuhl wird zügig durch den Darm befördert und eine zu intensive Einwirkung von Gift- und Schadstoffen auf die Darmschleimhaut unterbleibt.

Bewegen Sie sich möglichst viel, treiben Sie leichten Sport, um die Darmperistaltik zu fördern, denn auch die Darmmuskulatur kann, wie die übrige Muskulatur, durch mangelhafte Bewegung verkümmern und Beschwerden verstärken. Gehen Sie dazu möglichst oft an die frische Luft, denn die Aufnahme von Sauerstoff fördert eine gute Durchblutung des gesamten Verdauungssystems.





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