Letzte Aktualisierung dieser Seite: 3.5.2017

Wie erkenne ich die Qualifikation eines Arztes?



Wenn Sie vermuten, an einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit oder an einer Dünndarmfehlbesiedelung zu leiden, brauchen Sie einen Arzt, der qualifiziert ist, Ihre Symptome richtig zu bewerten und die geeigneten diagnostischen Maßnahmen durchzuführen.

Einen solchen Arzt zu finden, ist manchmal nicht ganz einfach. Und noch viel schwieriger kann es – insbesondere für einen Laien – sein, die Qualifikation richtig einzuschätzen.

Ein guter Schritt kann darin bestehen, sich bei anderen Betroffenen zu erkundigen, mit welchen Ärzten sie gute Erfahrungen gemacht haben. Ggf. eigenen sich hierzu vertrauenswürdige Foren, in denen sich Betroffenen zu den verschiedensten Themen austauschen.

Auch die Krankenkassen können eine erste Empfehlung abgeben. Sie müssen sich jedoch auf die Angaben der Ärzte verlassen, die diese über sich selbst und ihre Arbeit abgeben. U.U. kann es hier zu Selbstüberschätzungen kommen – ein sicherer Verlass ist also nicht zwangsläufig garantiert.

Erste Hinweise kann Ihnen auch Ihr Hausarzt geben. Sie dürfen zwar aus rechtlichen Gründen keine Empfehlungen für einen Kollegen abgeben, bei einem vertrauenswürdigen Arzt-Patienten-Verhältnis ist es aber doch oft möglich, einige Tipps zu bekommen. Aber auch hier ist nicht unbedingt sichergestellt, dass der empfohlene Kollege wirklich über tiefe Kenntnisse verfügen muss.

Am besten ist es immer, sich nach einer Empfehlung bei dem Arzt einen Termin für ein Informationsgespräch zu geben. Dabei ist es unbedingt erforderlich, dass Sie selbst sich bereits weitestgehend schlau gemacht haben. Nur anhand der Antworten, die Sie auf Ihre Fragen bekommen, können Sie abschätzen, wie der Arzt darauf eingeht und vor allem, ob er Sie als ebenbürtigen Gesprächspartner achtet.

Auch sollte er Ihnen Sachverhalte, die Ihnen eventuell bisher noch nicht bekannt waren, ausreichend erklären, so dass Sie mit ihm gemeinsam entscheiden können, welche diagnostischen Maßnahmen oder auch spätere Therapien eingeleitet werden.

Sobald Sie das Gefühl haben, dass Ihnen der Arzt etwas überstülpen möchte, wovon Sie nicht überzeugt sind, oder Ihnen zu verstehen gibt, dass er Sie nicht als ebenbürtigen Gesprächspartner betrachtet, ist er sicherlich nicht der geeignete Behandler für Sie.

Eine »second opinion« (zweite Meinung) einzuholen, die durchaus auch sogar noch eine dritte sein darf, ist heute gang und gäbe und nichts mehr, was man vor seinem Arzt geheim halten müsste. Auch die Krankenkassen zahlen solche Zweitbeurteilungen. Je sicherer Sie letztendlich sind, das Richtige für sich zu bekommen, desto besser wird es Ihnen mit einer Entscheidung gehen.

Es kann auch hilfreich sein, sich bei der Vorbereitung auf ein Arztgespräch von einer auf diese Problematik spezialisierten Ernährungs- und/oder Gesundheitsfachkraft beraten und helfen zu lassen. Diese Fachkräfte sollten prinzipiell auch offen dafür sein, später mit Ihnen und dem von Ihnen gewählten Arzt zusammenzuarbeiten, um Sie bei der späteren Therapie begleiten und unterstützen zu können.






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